Veranstaltungen und Aktivitäten

November 2020

Weiterer Kurz-Clip für "Ein Baum für Shingal" veröffentlicht

Ein weiterer Kurz-Clip für unsere Kampagne „Ein Baum für Shingal – 1 tree 4 Sinjar“ (ausführlicher Trailer) ist veröffentlicht. Dank Ihrer Unterstützung konnten wir bereits jetzt Spenden für viele Bäume sammeln. Die Spenden werden vollständig für das Projekt verwendet.

Ein Baum für Shingal = 20 € spenden unter:

Women for Justice e. V.
IBAN: DE18 2505 0180 0910 4550 66
BIC: SPKHDE2HXXX
Sparkasse Hannover
Verwendungszweck: 1tree4Sinjar

Wenn Sie eine Spendenquittung wünschen, geben Sie bitte auch Ihre Adresse im Verwendungszweck an.

Videomaterial:
Archiv Women for Justice e. V.

Musik: „One Second” von https://www.frametraxx.de/

November 2020

Kampagnen-Clip veröffentlicht

Wir sind glücklich nun unsere neue Kampagne „Ein Baum für Shingal – 1 tree 4 Sinjar“ mit einem Trailer vorzustellen. Voller Hoffnung und in starker Kooperation starten wir mit diesem Projekt in die nächsten Monate und freuen uns über Ihre und eure Unterstützung.

Ein Baum für Shingal = 20 € spenden unter:

Women for Justice e. V.
IBAN: DE18 2505 0180 0910 4550 66
BIC: SPKHDE2HXXX
Sparkasse Hannover
Verwendungszweck: 1tree4Sinjar

Video- und Fotomaterial:
Archiv Women for Justice e. V.
Çira TV www.cira.tv

Musik:
Gemafreie Musik für Youtube, Video, Telefon und Werbung
“For the End” und “Chasing Thieves” von https://www.frametraxx.de/

Absage

die Ausstellung im Rahmen der Kulturwochen Mittlerer Osten in Hamburg findet leider nicht statt

November 2020

Aufgrund des Corona-Lockdowns werden die Kulturwochen Mittlerer Osten nicht stattfinden.

November 2020

Webinar: Das 'Verbrechen der Verbrechen': Persönliche und rechtliche Reflexionen zum Völkermord

Accountability Unit, zusammen mit Garden Court North Chambers und der Universität Manchester lud ein zum Webinar

The ‘Crime of Crimes’: Personal and Legal Reflections on Genocide // Das ‚Verbrechen der Verbrechen‘: Persönliche und rechtliche Überlegungen zum Völkermord

In diesem Jahr begehen wir den 75. Jahrestag der Befreiung von Auschwitz und den 25. Jahrestag des Völkermords an den bosnischen Muslimen in Srebrenica, Bosnien-Herzegowina. Der Völkermord in Srebrenica war die schlimmste Gräueltat auf europäischem Boden seit dem Holocaust, obwohl sich die Staaten zu „Nie wieder“ verpflichtet haben. Im ersten Teil einer Serie zum Völkerrecht untersuchen wir, was Völkermord bedeutet.

Pete Weatherby QC leitete die Veranstaltung und gestaltete die Diskussion mit. Prof Javaid Rehman, Mitglied des Koordinationsausschusses des Menschenrechtsbüros der Vereinten Nationen für Sonderverfahren, hielt die Grundsatzrede darübe, warum diese Diskussion heute so relevant ist wie nach den Schrecken des Zweiten Weltkriegs. Dr Noemie Lopian und Dr Leyla Ferman  brachten ihr persönliches Erbe des Lebens mit den Folgen des Völkermords in Verbindun: die eine historisch im Zusammenhang mit dem Holocaust, die andere zeitgenössisch im Zusammenhang mit den Verbrechen gegen die Ezid_innen im Irak und in Syrien. Aarif Abraham und Kate Stone sprachen über das Gesetz zum Völkermord, die Schwierigkeit seiner Anwendung und Lehren für die Zukunft. Der Gastgeber war Dr John Haskell. Weitere Einzelheiten über die Veranstaltung einschließlich der Biographien der Referent_innen finden Sie auf der Webseite der AU.

Das Webinar wurde organisiert von Aarif Abraham, Convener, International Law at Garden Court North Chambers & Acting Director at Accountability Unit; Dr John Haskell, Co-Direktor am Manchester International Law Centre; und Philip Drake, Direktor des Justice Hub der Universität Manchester.

Oktober 2020

Action Network on Forced Displacement – Women as Agents of Change

Im Oktober nahmen wir am Action Network on Forced Displacement – Women as Agents of Change teil.

Über das Netzwerk: 2020 sind 20 Jahre seit der Verabschiedung der Resolution 1325 des UN-Sicherheitsrates zu Frauen, Frieden und Sicherheit vergangen. 2020 ist auch der 25. Jahrestag der Weltfrauenkonferenz in Peking und der Pekinger Aktionsplattform sowie der zehnte Jahrestag der Entität der Vereinten Nationen für die Gleichstellung der Geschlechter und die Stärkung der Rolle der Frau (UN-Frauen). Das Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung hat sich verpflichtet, sich für eine stärkere Beteiligung von Frauen an Entscheidungsprozessen in Kontexten der Vertreibung einzusetzen. Der Aktionsverbund Vertreibung macht dieses Engagement mit Leben. Es will diejenigen zusammenbringen, die sich aktiv für und mit vertriebenen Frauen engagieren. Ziel des Netzwerks ist es, bewährte Praktiken zur Stärkung der politischen und wirtschaftlichen Teilhabe von Frauen, die von Zwangsvertreibung betroffen sind, zu identifizieren und eine Aktionsgemeinschaft zur Interessenvertretung, Umsetzung und Verbreitung von Ideen aufzubauen.

Mit: Maria Flachsbarth, Parliamentary State Secretary, BMZ und Sarah Hendriks, Director, Policy, Programme & Intergovernmental Division, UN Women, Chair of the WPHF Funding Board

Bestätigte Rednerinnen waren

Rola Dashti, Untergeneralsekretärin und Exekutivsekretärin der Wirtschafts- und Sozialkommission der Vereinten Nationen für Westasien (UN ESCWA), Cecilia Jiminez-Damary, UN-Sonderberichterstatterin für die Rechte von Binnenvertriebenen, Bärbel Kofler, Kommissarin für Menschenrechtspolitik und Humanitäre Hilfe, Deutschland, Elke Löbel, Beauftragte für Flüchtlingspolitik, BMZ, Razia Sultana, RW-Wohlfahrtsgesellschaft

Oktober 2020

Fachgespräch zum Thema „Zugang zum Recht in Europa für Opfer internationaler Verbrechen“

Im Rahmen der Auseinandersetzung und Weiterbildung rund um das Weltrechtsprinzip und geschlechtsspezifischer Gewalt als Genozidmerkmal (Feminizid) haben Kolleginnen von Women for Justice e. V. an einem Fachgespräch teilgenommen. Es stellt sich die Frage nach Gerechtigkeit für Völkerrechtsverbrechen vor deutschen Gerichten sowie Chancen und Herausforderungen in der Praxis.

Oktober 2020

Gemeinsame Stellungnahme zur Urteilsverkündung gegen Omaima A. in Hamburg

Seit Mai 2020 haben wir den Gerichtsprozess gegen Omaima a., eine „IS“-Rückkehrerin, begleitet. Zur Last gelegt wurden ihr Verletzung der Fürsorge- und Erziehungspflicht, Mitgliedschaft in einer terroristischen Vereinigung, Verstoß gegen das Kriegswaffenkontrollgesetz sowie Menschenhandel und Verbrechen gegen die Menschlichkeit. Sie hat nachweislich ein 13-jähriges ezidisches Mädchen über mehrere Monate als Sklavin gehalten. Gemeinsam mit der Feministischen Kampagne Gemeinsam kämpfen, dem Dachverband des Ezidischen Frauenrats e.V. sowie der Gesellschaft ezidischer AkademikerInnen e.V. veröffentlichten wir zum Prozessabschluss eine Stellungnahme. Hier ein Ausschnitt:

„[…] Die laufenden Prozesse machen deutlich, wie stark Frauen* mitunter in das System des Islamischen Staates eingebunden waren. Rückkehrer*innen zeichnen dennoch nach wie vor in Vernehmungen das Bild unschuldiger Ehefrauen, so auch Omaima A. Vor deutschen Gerichten wird entsprechend der traditionellen Geschlechterrollen die Argumentation übernommen, dass Frauen* nur Opfer, jedoch keine Täter*innen sein können. […]“

Vollständige Stellungnahme

Oktober 2020

Aufforstungsprojekt von Frauen entschieden

Gemeinsam mit unseren Partnerinnen von Ezidi Women`s Association werden wir im Frühjahr 2021 im Rahmen des Projekts „Women for Nature“ ein Aufforstungsprojekt umsetzen: Über 50 Frauen werden Eichenbäume pflanzen. Die Wälder Shingals sind in den 70er Jahren alle abgeholzt worden. Eichenbäume sind regionale Bäume. Sie stehen nicht nur für die Identität der Gesellschaft und Region, sondern haben ihren Nutzen auch in der Viehzucht. Mit diesem ersten Aufforstungsprojekt soll das Klima unterstützt und Erholungsorte geschaffen werden. Dieses Projekt wird gefördert aus Mitteln von Aktion Hoffnungschimmer e. V..

September 2020

Deutschsprachige Informationsbroschüre über unsere Arbeiten

Unsere deutschsprachige Informations-Broschüre ist veröffentlicht. Auf 20 farbigen Seiten stellen wir als Women for Justice e. V. unsere verschiedenen Arbeiten und Projekte, die Situation im Shingal, den ezidischen Glauben sowie die Motivation und Hintergründe unserer Tätigkeiten dar. Begleitet sind alle Texte durch Foto- und Kartenmaterial, sodass ein lebendiger Eindruck des vielfältigen Engagements entstehen kann.

Werfen Sie hier einen Blick hinein.

September 2020

Seminar zum „Weltrechtsprinzip“ mit dem ECCHR Teil II

Im Rahmen des langfristigen Dokumentationsprojekts von Women for Justice e. V. bildeten sich unsere Mitglieder in einem Seminar von Mitarbeiterinnen des EUROPEAN CENTER FOR CONSTITUTIONAL AND HUMAN RIGHTS E. V. (kurz ECCHR). Das ECCHR hat sich zum Ziel gesetzt gemeinsam mit Betroffenen und Partner_innen weltweit juristische Mittel zu nutzen, damit die Verantwortlichen für Folter, Kriegsverbrechen, sexualisierte Gewalt, wirtschaftliche Ausbeutung und abgeschottete Grenzen nicht ungestraft davonkommen.

Thematisiert wurden in diesem Teil des Seminars insbesondere internationale Institutionen, die sich juristisch mit dem „IS“ beschäftigen und Vorgehensweise sowie Ziele von Prozessbeobachtungen.

September 2020

Teilnahme an der Ausstellungseröffnung von Ravo Ossman Shingalî in Lehrte

Unter dem Titel „Farben des Krieges für den Frieden“ wurde am 18. September im Antikriegshaus in Lehrte zur Vernissage der Ausstellung von Ravo Ossman eingeladen. Die Ausstellung wird dort bis zum 16.10. gezeigt. Seine Bilder spiegeln sehr wirkmächtig seine Verarbeitung der Geschehnisse wider und machen sie sichtbar. Die Ausstellungseröffnung war verknüpft mit einem Programm, welches von Yilmaz Kaba (Moderator bei Çira TV) moderiert wurde. Augenzeug_innen berichteten über die Flucht aus Shingal zu Beginn des Völkermordes und Feminizids vom 3. August 2014. Es folgte ein Input über die Ezid_innen und das Ezidentum ergänzt durch aktuelle Informationen über das Leben der Binnengeflüchteten und die Situation in Rojava/Nordsyrien von heute.

Außerdem wurde das Buch „Töchter der Sonne – Keçên rojê“ von den Autorinnen Claudia Ruhs und Sebra Xalti vorgestellt und sie lasen einige Ausschnitte vor.

Festgehalten wurde am Ende, dass noch mehr Öffentlichkeit und Unterstützung geschaffen werden muss. Auch die Planung weiterer Veranstaltungen wurde angeregt. Für das leibliche Wohl sorgten Ezidinnen aus der Nachbarschaft. Anschließend gab es Gelegenheit zu einem interkulturellen Austausch und wir nutzten die Gelegenheit die Autorinnen kennen zu lernen und mit ihnen ins Gespräch zu kommen.

August-September 2020

Women for Justice e. V. erkundet vom IS zerstörte Tempel in Shingal

Zum Zwecke der Dokumentation der Gewalt des sog. IS an den Ezid_innen haben Mitglieder von Women for Justice e. V. in Shingal vom IS zerstörte heilige Tempel besucht. Dazu gehörten Shêxmend (siehe Bild), Mehmad Resha, Simayîl Beg und Amadîn. Weitere zerstörte Tempel sollen aufgesucht werden.

August 2020

Seminar zum „Weltrechtsprinzip“ mit dem ECCHR Teil I

Im Rahmen des langfristigen Dokumentationsprojekts von Women for Justice e. V. bildeten sich unsere Mitglieder in einem Seminar von Mitarbeiterinnen des EUROPEAN CENTER FOR CONSTITUTIONAL AND HUMAN RIGHTS E. V. (kurz ECCHR). Das ECCHR hat sich zum Ziel gesetzt gemeinsam mit Betroffenen und Partner_innen weltweit juristische Mittel zu nutzen, damit die Verantwortlichen für Folter, Kriegsverbrechen, sexualisierte Gewalt, wirtschaftliche Ausbeutung und abgeschottete Grenzen nicht ungestraft davonkommen.

Thematisiert wurden in diesem Teil des Seminars insbesondere das „Weltrechtsprinzip“ und Fallbeispiele von Prozessen gegen „IS“-Anhänger_innen in Europa.

August 2020

Intensive Planungen für die Wiederaufbauprojekte

Zur intensiven Diskussion der Planungen für die Wiederaufbauprojekte von Women for Justice e. V. mit unseren Kooperationspartner_innen in Shingal, trafen sich unsere Mitglieder im August. Neben der inhaltlichen und konkreten Ausrichtung der Projekte wurden auch Kooperationsbedingungen sowie Ideen für die Öffentlichkeitsarbeit diskutiert.

August 2020

Austausch mit Kirsten Lühmann zur Kooperation mit der Gedenkstätte Bergen-Belsen

Zwecks Austausch zum Projekt mit der Gedenkstätte Bergen-Belsen trafen sich Mitglieder von Women for Justice e. V. vor Ort mit der Bundestagsabgeordneten Kirsten Lühmann (SPD).

August 2020

Online Panel „Selbstbestimmt gegen Feminizid und Genozid“ mit Cansu Özdemir

Anlässlich des internationalen Aktionstages zum sechsjährigen Jahrestag des Massakers durch den „Islamischen Staat“ in Shingal am 3.August 2020 diskutierte Cansu Özdemir (MdHB, DIE LINKE) mit unserer stellvertretenden Vorsitzenden Sevda Ediz und Diana Gring (Historikerin in der Gedenkstätte Bergen-Belsen und Traumapädagogin). Der sogenannte Islamische Staat hat in der Region Shingal im Nordirak tausende Ezid_innen auf grausame Weise hingerichtet, mehrheitlich ezidische Frauen und Kinder verschleppt, vergewaltigt und verkauft. Noch heute wird etwa die Hälfte der verschleppten Ezid_innen vermisst und befinden sich in IS-Gefangenschaft. Einige deutsche Staatsbürger_innen stehen derzeit in Deutschland vor Gericht und werden u.a. wegen der Versklavung von ezidischen jungen Mädchen und Frauen zur Verantwortung gezogen.

Das Video ist hier verfügbar: Selbstbestimmt gegen Feminizid und Genozid

Juli 2020

Interne Schulung zum Umgang mit Trauma

Im Juli trafen wir uns als Mitglieder von Women for Justice e. V. für eine interne Schulung zum Thema „Umgang mit Trauma in der Arbeit“. Einerseits umfasste der Workshop theoretische Einführungen in die Themen Trauma und Traumafolgen, Supervision sowie Arbeit mit traumatisierten Menschen und traumatisierenden Themen. Andererseits waren auch Diskussionen, Selbst-Reflektion und praktische Übungen Teil des interaktiven Programms.

Juli 2020

Neuer Name, neues Logo unserer Partner_innen im Shingal

Unsere Partner_innen im Shingal haben ein neues Logo und einen neuen Namen. Die „Ezidi Woman Support League“ hat sich in „Ezidi Women‘s Association“ umbenannt und sich ein neues Logo gegeben.

Juli 2020

Immobilie für die Frauenklinik gefunden

Unsere Kolleginnen vor Ort haben bereits eine Immobilie für das Projekt Frauenklinik gefunden. Es bedarf noch einigem Renovierungs- und Einrichtungsaufwand sowie der Ausstattung mit entsprechendem Inventar, bevor die geplante Arbeit in der ersten Frauenklinik der Region Shingal aufgenommen werden kann.

Juli 2020

Unterstützung durch Front Line Defenders

Wir freuen uns über die Zusage der Förderung durch Front Line Defenders, die uns in diesem Jahr bei unseren Projekten in Shingal unterstützen. Front Line Defenders wurde 2001 in Dublin mit dem spezifischen Ziel gegründet, gefährdete Menschenrechtsverteidiger_innen zu schützen. D.h. Menschen, die sich gewaltfrei für einige oder alle Rechte einsetzen, die in der Allgemeinen Erklärung der Menschenrechte (UDHR) verankert sind. Front Line Defenders befassen sich mit den Schutzbedürfnissen, die von den Menschenrechtsverteidiger_innen selbst ermittelt wurden.

Juni 2020

Austausch mit Frauen in Shingal Stadt

Mit unserer Partnerin Ezidi Woman Support League haben wir Frauen in Shingal Stadt besucht, um Unterstützung beim Wiederankommen in Shingal anzubieten. In den letzten Wochen sind dutzende Familien nach Shingal zurückgekehrt. Darüber hinaus wurden zerstörte Stadtteile Shingals erneut dokumentiert.

Juni 2020

Natur-Exkursion im Shingal

Women for Justice e. V. organisierte eine Gruppe von 10 Frauen in Shingal zu einem Ausflug in die Natur. Diese Exkursion wurde im Rahmen des Women for Natur Projektes durchgeführt, um wieder ein tieferes Gefühl für die Natur zu entwickeln und verschiedene (Heil-)Kräuter zu entdecken und zu sammeln.

Juni 2020

Exkursion zur ersten Kräuterstation in Shingal

Mitglieder von Women for Justice e. V. besuchten die erste (private) Naturkräuter-Station in Shingal, um sich zu informieren. Unser Verein beabsichtigt, unter dem Namen „Women for Nature“ ein nachhaltiges Heilpflanzenprojekt für Frauen auf die Beine zu stellen, das auch Schulungen und Wissenstransfer umfassen soll.

Juni 2020

Kurzer Infoflyer über Women for Justice e. V. veröffentlicht

In einer neuen und aktualisierten Auflage haben wir nun unseren kurzen Info-Flyer veröffentlicht. Auf deutscher und englischer Sprache liegen sie nun druckfrisch bereit, um in aller Kürze über die Arbeiten von Women for Justice e. V. zu informieren.

Mai-Dezember 2020

Forschungsprojekt zu zerstörten Tempeln in Shingal

Aus Interviews und Gesprächen sammelt Women for Justice e. V. schwerpunktmäßig in Hannover Informationen zu heiligen Tempeln in Shingal, die seit 2014 vom sogenannten Islamischen Staat zerstört wurden. Ziel ist es, kulturelles Wissen und historische Identität zu erhalten, die die Integration von Geflüchteten in Deutschland stärken. Wir glauben, dass diejenigen, die wissen, woher sie kommen und was ihre Geschichte ist, auch besser wissen, wie sie heute und in Zukunft leben können. Ende des Jahres wird es eine Broschüre geben. Dieses Projekt wird vom Integrationsfonds der Stadt Hannover gefördert.

(der Tempel auf dem Bild heißt Çilmêra und ist einer der nicht zerstörten)

Mai-Oktober 2020

Beobachtung des Strafverfahrens vor dem Oberlandesgericht Hamburg gegen Omaima A.

Gemeinsam mit Gesellschaft Ezidischer AkademikerInnen und Cansu Özdemir  (Fraktionsvorsitzende DIE LINKE, Hamburgische Bürgerschaft) beobachtet Women for Justice e. V. den Strafprozess am OLG Hamburg gegen Omaima A., die sich dem sog. Islamischen Staat in Syrien angeschlossen und u.a. eine junge Ezidin als Sklavin gehalten haben soll.

Mai 2020

Besuch des Frauentempels Xatûna Fexra

Mitglieder von Women for Justice e. V. und weitere Frauen haben als Vorbereitung für ein Sanierungsprojekt den Tempel Xatûna Fexra in Shingal besucht. Es wurde fachkundig vor Ort aufgeklärt, wie und wo genau eine Sanierung nötig ist, Flächen ausgemessen und der Ort erkundet.

Mai 2020

Gesichtsmasken gegen Covid 19 in Shingal

Women for Justice e. V. beteiligte sich an der Aktion von Frauen in Shingal bei der Verteilung von Gesichtsmasken gegen die Verbreitung von Covid 19 an Privatpersonen, Geschäfte und Arbeiter_innen. Da die medizinische Versorgung in Shingal sehr schlecht ist, hätte die Ausbreitung des Corona-Virus in Shingal verheerende Folgen.

Mai 2020

Neues Logo

Women for Justice e. V. hat sich für ein neues Logo entschieden. Zu diesem Zweck wurden alle Mitglieder in Deutschland, Syrien, Irak und der Türkei einbezogen. Die Farben Rot und Weiß sind die Farben der Ezid_innen. Rot symbolisiert Leben und Weiß symbolisiert Weisheit, Frieden und Aufrichtigkeit. Die Frau hält ihre Arme wie Justizia im Gleichgewicht und schaut in die Sonne, die ebenfalls ein heiliges Element der Ezid_innen ist. Der Pfau symbolisiert den Erzengel Tawsî Melek; daher die Pfauenfeder.

April 2020

Hilfspakete und Besuche in Shingal zum ezidischen Neujahr

Anlässlich des ezidischen Neujahrsfestes „Carshemba Serê Nîsanê“ beteiligte sich Women for Justice e. V. an einer Hilfsaktion für bedürftige Familien in Shingal. Es wurden nicht nur Hilfspakete organisiert, sondern aufgrund der Coronabedingungen wurden die Familien auch (unter Einhaltung des Sicherheitsabstandes) besucht. Der Informationsaustausch mit den Familien wird fortgesetzt.

Februar 2020

Workshop zum Thema Projekte

Mitglieder von Women for Justice e. V. organisierten einen zweitägigen Workshop mit Kolleginnen aus Deutschland und dem Irak zum Thema Projekte. Themen wie Projektideen, Skizzen, Anträge und Finanzierung wurden diskutiert und eine Roadmap entwickelt, wobei ein besonderer Schwerpunkt auf den sozialen Projekten in Shingal lag. Unsere Kolleginnen und Kollegen und unser Team in Shingal spielen dabei eine zentrale Rolle.

Februar 2020

Austausch mit dem Journalisten Can Dündar und Treffen mit ezidischen Überlebenden

Medien sind ein wichtiger Bestandteil sozialer Ereignisse. Um die Rolle von Medien und Journalist_innen in Konflikten und Völkermorden zu diskutieren, traf sich Women for Justice e. V. mit Can Dündar, um sich auszutauschen und von den Erfahrungen einer Expertin und Fürsprecherin für einen demokratischen Wandel, nicht nur in der Türkei, zu lernen. Anschließend besuchten wir ezidische Überlebende, die vor kurzem in Brandenburg angekommen sind.

Februar 2020

Treffen mit dem Verein Kurdischer LehrerInnen in Europa e. V.

Zur Dokumentation unserer Arbeit trafen sich Women for Justice e. V. und Vertreterinnen des Vereins Kurdischer LehrerInnen in Europa e. V. (Yekîtiya Mamosteyên Kurd li Ewrûpa) in der Gedenkstätte Bergen-Belsen. Der Dialog beinhaltete Möglichkeiten und Herausforderungen der Dokumentation und die Frage, wie nachhaltige Strukturen aufgebaut werden können. In der Dauerausstellung der Gedenkstätte Bergen-Belsen werden die Biographien von Verletzten und Überlebenden sowie das Massenmorden im ehemaligen Konzentrationslager Bergen-Belsen auf eindrucksvolle Weise dokumentiert.

Februar 2020

Treffen mit dem ECCHR und PD Dr. Khanna Usoyan

Women for Justice e. V. traf sich mit mehreren Mitgliedern des Europäischen Zentrums für Verfassungs- und Menschenrechte (ECCHR) in Berlin und mit PD Dr. Khanna Usoyan. Frau Dr. Usoyan ist wissenschaftliche Mitarbeiterin für Kurdischstudien und arbeitet derzeit am Institut für Iranistik (Fachbereich Geschichts- und Kulturwissenschaften) der Freien Universität Berlin. Ziel der Diskussionen und des Informationsaustausches beider Treffen war es, über die Aktivitäten von Women for Justice e. V. und mögliche Kooperationen zu informieren.

Februar 2020

Gespräch mit Bernd Lange

Bernd Lange ist Mitglied des Europäischen Parlaments (MEP) und Sozialdemokrat. Die Arbeit und Aktivitäten von Women for Justice e. V. sowie mögliche Verbindungen und Beziehungen auf europäischer Ebene waren zentrale Themen unseres Dialogs. Ein wichtiger Aspekt war die (Re-)Integration von ezidischen Frauen, die aus der Gefangenschaft vom sog. „Islamischen Staat“ entkommen sind und nun in Europa leben.

Februar 2020

Gespräch mit Dr. Maria Flachsbarth

Frau Dr. Maria Flachsbarth ist die Parlamentarische Staatssekretärin beim Bundesminister für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung. Unser Gespräch diente dem Austausch über aktuelle Fragen und Ziele, über die Arbeit und Projekte von Women for Justice e. V., insbesondere die Wiederaufbauprojekte in Shingal, Irak. Weitere Gespräche und Dialoge werden folgen.

Januar 2020

Treffen mit Doris Schröder-Köpf im Niedersächsischen Landtag

Doris Schröder-Köpf ist sowohl Beauftragte für Migration und Partizipation – als auch Mitglied des Niedersächsischen Landtags (SPD). Die Information über die Aktivitäten von Women for Justice e. V. und die mögliche Vernetzung in Hannover standen im Mittelpunkt unseres Treffens. Diskutiert wurden auch neue Projektideen.

Januar 2020

Treffen mit Sangmee An, TV-Produzent und Regisseur aus Südkorea in Hannover

Sangmee An wird ab Sommer 2020 einen Dokumentarfilm über die Überlebenden in Südkorea und die Ezid_innen drehen. Sie hatte einige Fragen zu den ezidischen Überlebenden, wobei ihr Hauptinteresse der Gewalt gegen Frauen in Zeiten von Krieg und Terror galt.

Januar 2020

Treffen mit Norman Paech in Hamburg

Norman Paech ist ein pensionierter Universitätsdozent und Professor für Verfassungs- und Völkerrecht. Er ist Mitglied der „Vereinigung demokratischer Juristinnen und Juristen“ (VDJ) – einer Vereinigung für demokratische Laien. Außerdem gehört er dem wissenschaftlichen Beirat der „Internationalen Vereinigung von Juristinnen und Juristen gegen die atomare Bewaffnung“ (IALANA) sowie der „Internationalen Ärzte für die Verhütung des Atomkrieges“ (IPPNW) an, ist Mitglied bei „Attac“ und im „Bündnis für Gerechtigkeit zwischen Israelis und Palästiensern e. V.“. Von 2005 – 2009 gehörte er dem Deutschen Bundestag an.

Dezember 2019 – Januar 2020

Zweiwöchiger Aufenthalt in Calgary, Kanada

Dieser zweiwöchige Aufenthalt in Calgary diente verschiedenen Zwecken, unter anderem der weiteren Erforschung des Völkermordes an den Ezid_innen und dem Kennenlernen der dort lebenden Ezid_innen. Der Dialog und Austausch mit ihnen ist für uns und unsere Arbeit von großer Bedeutung.

Ständige Aktivität

Überlebende Frauen treffen

Wir verstehen Begegnungen mit weiblichen Überlebenden als Grundlage all unserer Arbeit. Wir haben weibliche Überlebende aus Shingal sowohl als Einzelpersonen als auch in Gruppen getroffen. Neben der sozialen Betreuung und Rechtsberatung versuchen wir, Methoden zu finden, die es den Überlebenden ermöglichen, ihre eigenen Entscheidungen im Leben hier in Deutschland zu treffen.