Veranstaltungen und Aktivitäten

August 2020

Seminar zum „Weltrechtsprinzip“ mit dem ECCHR

Im Rahmen des langfristigen Dokumentationsprojekts von Women for Justice e. V. bildeten sich unsere Mitglieder in einem Seminar von Mitarbeiterinnen des EUROPEAN CENTER FOR CONSTITUTIONAL AND HUMAN RIGHTS E.V. (kurz ECCHR). Das ECCHR hat sich zum Ziel gesetzt gemeinsam mit Betroffenen und Partner*innen weltweit juristische Mittel zu nutzen, damit die Verantwortlichen für Folter, Kriegsverbrechen, sexualisierte Gewalt, wirtschaftliche Ausbeutung und abgeschottete Grenzen nicht ungestraft davonkommen.

Thematisiert wurden im Seminar insbesondere das „Weltrechtsprinzip“ und Fallbeispiele von Prozessen gegen IS-Anhänger_innen in Europa.

August 2020

Intensive Planungen für die Wiederaufbauprojekte

Zur intensiven Diskussion der Planungen für die Wiederaufbauprojekte von Women for Justice e. V. mit unseren Kooperationspartner*innen in Shingal, trafen sich unsere Mitglieder im August. Neben der inhaltlichen und konkreten Ausrichtung der Projekte wurden auch Kooperationsbedingungen sowie Ideen für die Öffentlichkeitsarbeit diskutiert.

August 2020

Austausch mit Kirsten Lühmann zur Kooperation mit der Gedenkstätte Bergen-Belsen

Zwecks Austausch zum Projekt mit der Gedenkstätte Bergen-Belsen trafen sich Mitglieder von Women for Justice e. V. vor Ort mit der Bundestagsabgeordneten Kirsten Lühmann (SPD).

August 2020

Online Panel „Selbstbestimmt gegen Feminizid und Genozid“ mit Cansu Özdemir

Anlässlich des internationalen Aktionstages zum sechsjährigen Jahrestag des Massakers durch den Islamischen Staat in Shingal am 3.August 2020 diskutierte Cansu Özdemir (MdHB, DIE LINKE) mit unserer stellvertretenden Vorsitzenden Sevda Ediz und Diana Gring (Historikerin in der Gedenkstätte Bergen-Belsen und Traumapädagogin). Der sogenannte Islamische Staat hat in der Region Shingal im Nordirak tausende Ezid_innen auf grausame Weise hingerichtet, mehrheitlich ezidische Frauen und Kinder verschleppt, vergewaltigt und verkauft. Noch heute wird etwa die Hälfte der verschleppten Ezid_innen vermisst und befinden sich in IS-Gefangenschaft. Einige deutsche Staatsbürger_innen stehen derzeit in Deutschland vor Gericht und werden u.a. wegen der Versklavung von ezidischen jungen Mädchen und Frauen zur Verantwortung gezogen.

Das Video ist hier verfügbar: Selbstbestimmt gegen Feminizid und Genozid

Juli 2020

Interne Schulung zum Umgang mit Trauma

Im Juli trafen wir uns als Mitglieder von Women for Justice e. V. für eine interne Schulung zum Thema „Umgang mit Trauma in der Arbeit“. Einerseits umfasste der Workshop theoretische Einführungen in die Themen Trauma und Traumafolgen, Supervision sowie Arbeit mit traumatisierten Menschen und traumatisierenden Themen. Andererseits waren auch Diskussionen, Selbst-Reflektion und praktische Übungen Teil des interaktiven Programms.

Juli 2020

Neuer Name, neues Logo unserer Partner_innen im Shengal

Unsere Partner_innen im Shengal haben ein neues Logo und einen neuen Namen. Die „Ezidi Woman Support League“ hat sich in „Ezidi Women‘s Association“ umbenannt und sich ein neues Logo gegeben.

Juli 2020

Immobilie für die Frauenklinik gefunden

Unsere Kolleginnen vor Ort haben bereits eine Immobilie für das Projekt Frauenklinik gefunden. Es bedarf noch einigem Renovierungs- und Einrichtungsaufwand sowie der Ausstattung mit entsprechendem Inventar, bevor die geplante Arbeit in der ersten Frauenklinik der Region Shengal aufgenommen werden kann.

Juli 2020

Unterstützung durch Front Line Defenders

Wir freuen uns über die Zusage der Förderung durch Front Line Defenders, die uns in diesem Jahr bei unseren Projekten in Shingal unterstützen. Front Line Defenders wurde 2001 in Dublin mit dem spezifischen Ziel gegründet, gefährdete Menschenrechtsverteidiger_innen zu schützen. D.h. Menschen, die sich gewaltfrei für einige oder alle Rechte einsetzen, die in der Allgemeinen Erklärung der Menschenrechte (UDHR) verankert sind. Front Line Defenders befassen sich mit den Schutzbedürfnissen, die von den Menschenrechtsverteidiger_innen selbst ermittelt wurden.

Juni 2020

Austausch mit Frauen in Sinjar Stadt

Mit unserer Partnerin Ezidi Woman Support League haben wir Frauen in Sinjar Stadt besucht, um Unterstützung beim Wiederankommen in Shingal anzubieten. In den letzten Wochen sind dutzende Familien nach Shingal zurückgekehrt. Darüber hinaus wurden zerstörte Stadtteile Sinjars erneut dokumentiert.

Juni 2020

Natur-Exkursion im Shingal

Women for Justice e.V. organisierte eine Gruppe von 10 Frauen in Shingal zu einem Ausflug in die Natur. Diese Exkursion wurde im Rahmen des Heilkräutergartenprojektes durchgeführt, um wieder ein tieferes Gefühl für die Natur zu entwickeln und verschiedene (Heil-)Kräuter zu entdecken und zu sammeln.

Juni 2020

Exkursion zur ersten Kräuterstation in Sinjar

Mitglieder von Women for Justice e.V. besuchten die erste (private) Naturkräuter-Station in Sinjar, um sihc zu informieren. Die Vereinigung beabsichtigt, ein nachhaltiges Heilpflanzenprojekt für Frauen auf die Beine zu stellen, das auch Schulungen und Wissenstransfer umfassen soll.

Juni 2020

Kurzer Infoflyer über Women for Justice e. V. veröffentlicht

In einer neuen und aktualisierten Auflage haben wir nun unseren kurzen Info-Flyer veröffentlicht. Auf deutscher und englischer Sprache liegen sie nun druckfrisch bereit, um in aller Kürze über die Arbeiten von Women for Justice e. V. zu informieren.

Mai-Dezember 2020

Forschungsprojekt zu zerstörten Tempeln in Sinjar

Aus Interviews und Gesprächen sammelt Women for Justice e.V. schwerpunktmäßig in Hannover Informationen zu heiligen Tempeln in Sinjar, die seit 2014 vom sogenannten Islamischen Staat zerstört wurden. Ziel ist es, kulturelles Wissen und historische Identität zu erhalten, die die Integration von Geflüchteten in Deutschland stärken. Wir glauben, dass diejenigen, die wissen, woher sie kommen und was ihre Geschichte ist, auch besser wissen, wie sie heute und in Zukunft leben können. Ende des Jahres wird es eine Broschüre geben. Dieses Projekt wird vom Integrationsfonds der Stadt Hannover gefördert.

(der Tempel auf dem Bild heißt Çilmêra und ist einer der nicht zerstörten)

Mai-August 2020

Beobachtung des Strafverfahrens vor dem Oberlandesgericht Hamburg gegen Omaima A.

Gemeinsam mit Gesellschaft Ezidischer AkademikerInnen und Cansu Özdemir  (Fraktionsvorsitzende DIE LINKE, Hamburgische Bürgerschaft) beobachtet Women for Justice e.V. den Strafprozess am OLG Hamburg gegen Omaima A., die sich dem sog. Islamischen Staat in Syrien angeschlossen und u.a. eine junge Ezidin als Sklavin gehalten haben soll.

Mai 2020

Besuch des Frauentempels Xatûna Fexra

Mitglieder von Women for Justice e.V. und weitere Frauen haben als Vorbereitung für ein Sanierungsprojekt den Tempel Xatûna Fexra in Shingal besucht. Es wurde fachkundig vor Ort aufgeklärt, wie und wo genau eine Sanierung nötig ist, Flächen ausgemessen und der Ort erkundet.

Mai 2020

Gesichtsmasken gegent Covid 19 in Sinjar

Women for Justice e.V. beteiligte sich an der Aktion von Frauen in Sinjar bei der Verteilung von Gesichtsmasken gegen die Verbreitung von Covid 19 an Privatpersonen, Geschäfte und Arbeiter_innen. Da die medizinische Versorgung im Sinjar sehr schlecht ist, hätte die Ausbreitung des Corona-Virus im Sinjar verheerende Folgen.

Mai 2020

Neues Logo

Women for Justice e.V. hat sich für ein neues Logo entschieden. Zu diesem Zweck wurden alle Mitglieder in Deutschland, Syrien, Irak und der Türkei einbezogen. Die Farben Rot und Weiß sind die Farben der Ezid_innen. Rot symbolisiert Leben und Weiß symbolisiert Weisheit, Frieden und Aufrichtigkeit. Die Frau hält ihre Arme wie Justizia im Gleichgewicht und schaut in die Sonne, die ebenfalls ein heiliges Element der Ezid_innen ist. Der Pfau symbolisiert den Erzengel Tawsî Melek; daher die Pfauenfeder.

April 2020

Hilfspakete und Besuche in Sinjar zum ezidischen Neujahr

Anlässlich des ezidischen Neujahrsfestes „Carshemba Serê Nîsanê“ beteiligte sich Women for Justice e.V. an einer Hilfsaktion für bedürftige Familien in Sinjar. Es wurden nicht nur Hilfspakete organisiert, sondern aufgrund der Coronabedingungen wurden die Familien auch (unter Einhaltung des Sicherheitsabstandes) besucht. Der Informationsaustausch mit den Familien wird fortgesetzt.

Februar 2020

Workshop zum Thema Projekte

Mitglieder von Women for Justice e.V. organisierten einen zweitägigen Workshop mit Kolleginnen aus Deutschland und dem Irak zum Thema Projekte. Themen wie Projektideen, Skizzen, Anträge und Finanzierung wurden diskutiert und eine Roadmap entwickelt, wobei ein besonderer Schwerpunkt auf den sozialen Projekten in Sinjar lag. Unsere Kolleginnen und Kollegen und unser Team in Shingal spielen dabei eine zentrale Rolle.

Februar 2020

Austausch mit dem Journalisten Can Dündar und Treffen mit ezidischen Überlebenden

Medien sind ein wichtiger Bestandteil sozialer Ereignisse. Um die Rolle von Medien und Journalistinnen in Konflikten und Völkermorden zu diskutieren, traf sich Women for Justice e.V. mit Can Dündar, um sich auszutauschen und von den Erfahrungen einer Expertin und Fürsprecherin für einen demokratischen Wandel, nicht nur in der Türkei, zu lernen. Anschließend besuchten wir ezidische Überlebende, die vor kurzem in Brandenburg angekommen sind.

Februar 2020

Treffen mit dem Verein Kurdischer LehrerInnen in Europa e.V.

Zur Dokumentation unserer Arbeit trafen sich Women for Justice e.V. und Vertreterinnen des Vereins Kurdischer LehrerInnen in Europa e.V. (Yekîtiya Mamosteyên Kurd li Ewrûpa) in der Gedenkstätte Bergen-Belsen. Der Dialog beinhaltete Möglichkeiten und Herausforderungen der Dokumentation und die Frage, wie nachhaltige Strukturen aufgebaut werden können. In der Dauerausstellung der Gedenkstätte Bergen-Belsen werden die Biographien von Verletzten und Überlebenden sowie das Massenmorden im ehemaligen Konzentrationslager Bergen-Belsen auf eindrucksvolle Weise dokumentiert.

Februar 2020

Treffen mit dem ECCHR und PD Dr. Khanna Usoyan

Women for Justice e.V. traf sich mit mehreren Mitgliedern des Europäischen Zentrums für Verfassungs- und Menschenrechte (ECCHR) in Berlin und mit PD Dr. Khanna Usoyan. Frau Dr. Usoyan ist wissenschaftliche Mitarbeiterin für Kurdischstudien und arbeitet derzeit am Institut für Iranistik (Fachbereich Geschichts- und Kulturwissenschaften) der Freien Universität Berlin. Ziel der Diskussionen und des Informationsaustausches beider Treffen war es, über die Aktivitäten von Women for Justice e.V. und mögliche Kooperationen zu informieren.

Februar 2020

Gespräch mit Bernd Lange

Bernd Lange ist Mitglied des Europäischen Parlaments (MEP) und Sozialdemokrat. Die Arbeit und Aktivitäten von Women for Justice e.V. sowie mögliche Verbindungen und Beziehungen auf europäischer Ebene waren zentrale Themen unseres Dialogs. Ein wichtiger Aspekt war die (Re-)Integration von ezidischen Frauen, die aus der Gefangenschaft vom sog. „Islamischen Staat“ entkommen sind und nun in Europa leben.

Februar 2020

Gespräch mit Dr. Maria Flachsbarth

Frau Dr. Maria Flachsbarth ist die Parlamentarische Staatssekretärin beim Bundesminister für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung. Unser Gespräch diente dem Austausch über aktuelle Fragen und Ziele, über die Arbeit und Projekte von Women for Justice e.V., insbesondere die Wiederaufbauprojekte im Sinjar, Irak. Weitere Gespräche und Dialoge werden folgen.

Januar 2020

Treffen mit Doris Schröder-Köpf im Niedersächsischen Landtag

Doris Schröder-Köpf ist sowohl Beauftragte für Migration und Partizipation – als auch Mitglied des Niedersächsischen Landtags (SPD). Die Information über die Aktivitäten von Women for Justice e.V. und die mögliche Vernetzung in Hannover standen im Mittelpunkt unseres Treffens. Diskutiert wurden auch neue Projektideen.

Januar 2020

Treffen mit Sangmee An, TV-Produzent und Regisseur aus Südkorea in Hannover

Sangmee An wird ab Sommer 2020 einen Dokumentarfilm über die Überlebenden in Südkorea und die Ezid_innen drehen. Sie hatte einige Fragen zu den ezidischen Überlebenden, wobei ihr Hauptinteresse der Gewalt gegen Frauen in Zeiten von Krieg und Terror galt.

Januar 2020

Treffen mit Norman Paech in Hamburg

Norman Paech ist ein pensionierter Universitätsdozent und Professor für Verfassungs- und Völkerrecht. Er ist Mitglied der „Vereinigung demokratischer Juristinnen und Juristen“ (VDJ) – einer Vereinigung für demokratische Laien. Außerdem gehört er dem wissenschaftlichen Beirat der „Internationalen Vereinigung von Juristinnen und Juristen gegen die atomare Bewaffnung“ (IALANA) sowie der „Internationalen Ärzte für die Verhütung des Atomkrieges“ (IPPNW) an, ist Mitglied bei „Attac“ und im „Bündnis für Gerechtigkeit zwischen Israelis und Palästiensern e.V.“. Von 2005 – 2009 gehörte er dem Deutschen Bundestag an.

Dezember 2019 – Januar 2020

Zweiwöchiger Aufenthalt in Calgary, Kanada

Dieser zweiwöchige Aufenthalt in Calgary diente verschiedenen Zwecken, unter anderem der weiteren Erforschung des Völkermordes an den Ezid_innen und dem Kennenlernen der dort lebenden Ezid_innen. Der Dialog und Austausch mit ihnen ist für uns und unsere Arbeit von großer Bedeutung.

Ständige Aktivität

Überlebende Frauen treffen

Wir verstehen Begegnungen mit weiblichen Überlebenden als Grundlage all unserer Arbeit. Wir haben weibliche Überlebende aus Sinjar (Şengal) sowohl als Einzelpersonen als auch in Gruppen getroffen. Neben der sozialen Betreuung und Rechtsberatung versuchen wir, Methoden zu finden, die es den Überlebenden ermöglichen, ihre eigenen Entscheidungen im Leben hier in Deutschland zu treffen.