Veranstaltungen und Aktivitäten

Juli-August 2021

Ausstellung ÜberLeben in Münster

Die Wander-Ausstellung ÜberLeben wird vom 9. Juli bis zum 13. August 2021 in der Bürgerhalle von Münster gezeigt. Zur Eröffnung am 9. Juli hielt die Münsteraner Regierungspräsidentin Dorothee Feller eine Rede. Genozid-Feminizid Überlebende, unsere Vorsitzende Dr. Leyla Ferman und der Schirmherr des Vereins „Aktion Hoffnungsschimmer“, Dr. Jochen Reidegeld, waren anschließend im Gespräch.

Juli 2021

Gespräch mit dem niedersächsischen Landesfrauenrat

Unsere Mitglieder Sevda Ediz und Vorsitzende Dr. Leyla Ferman trafen sich im Juli mit Vertreterinnen des niedersächsischen Landesfrauenrats. Nach einem ersten Kennenlernen fand ein spannender Austausch statt und erste Kooperations-Ideen wurden geschmiedet.

Juli 2021

Interview in den Westfälischen Nachrichten

Anlässlich der Ausstellungseröffnung „ÜberLeben“ in Münster am 9. Juli 2021, interviewte Dietrich Harhues (Redakteur Westfälische Nachrichten) unsere Vorsitzende Dr. Leyla Ferman sowie den Schirmherrn des Vereins „Aktion Hoffnunsgschimmer“ Dr. Jochen Reidegeld. Hier geht’s zum Artikel.

Die Ausstellung wir vom 9. Juli bis zum 13. August 2021 in der Bürgerhalle der Stadt Münster gezeigt.

Juli 2021

Gespräch mit dem norwegischen Außenministerium

Im Juli führten wir Gespräche bezüglich der Situation der Ezid:innen, dem Genozid und möglicher Unterstützungen mit dem Außenministerium von Norwegen. Es war ein anregender Austausch und wir hoffen, diese Beziehung in der Zukunft vertiefen zu können.

Juni-Juli 2021

Prozessbeobachtung im zweiten Prozess gegen „IS“-Frau Omaima A.

Im Juni und Juli haben wir uns erneut an einer Prozessbeobachtung gegen eine „IS“-Terroristin beteiligt. Omaima A. wurde im Oktober 2020 bereits als Rückkehrerin der Terrormiliz des sogenannten Islamischer Staat (IS) in Syrien, verurteilt. Nun gab es einen zweiten Prozess im Oberlandesgericht in Hamburg gegen sie. Der 36-Jährigen wurde vorgeworfen, als Mitglied der Terrororganisation Beihilfe zur Versklavung zweier Ezidinnen geleistet zu haben, welche während des Genozids des „IS“ an den Ezid:innen in Shingal 2014 entführt worden waren.

Am 22. Juli 2021, wurde die Deutsche wegen Beihilfe zu Verbrechen gegen die Menschlichkeit verurteilt. Eine der ezidischen Frauen hatte sich dem Verfahren vor dem OLG Hamburg als Nebenklägerin angeschlossen und wurde von Amal Clooney, Natalie von Wistinghausen und Sonka Mehner vertreten.

Es war das vierte Mal, dass ein deutsches Gericht ein IS-Mitglied wegen Verbrechen gegen die Menschlichkeit an den Ezid:innen verurteilte.

Juni-Juli 2021

MASTER CLASS: „Frieden ohne Gerechtigkeit: Massengräueltaten in einem Post-Menschenrechts-Zeitalter“

Vom 28. Juni bis 10. Juli 2021 fand die diesjährige Master class der Geoffrey Nice Foundation zu Recht, Geschichte, Politik und Gesellschaft im Kontext von Massengräueltaten statt. Sie war unter dem Titel „Frieden ohne Gerechtigkeit: Massengräueltaten in einem Post-Menschenrechts-Zeitalter“. Unsere Vorsitzende Dr. Leyla Ferman gab in diesem Rahmen einen Vortrag zum Thema: „Vom Opfer zur Menschenrechtsverteidigerin. Wie ezidische Frauen nach dem Genozid für ihre Rechte kämpfen“. Daran schloss sich eine rege Diskussion mit den Teilnehmenden an.

Mai 2021

Ein Baum für Shingal - 1 tree 4 Sinjar: Pflanzungen an Şêşims nahe Xanesor

Videos vom Setzen der Obstbäume in Shingal im April 2021. Hier sind Bilder der Pflanzungen an Şêşims nahe Xanesor. Die Aktion läuft dauerhaft! Jährlich im März und im Oktober werden Obstbäume gepflanzt. Spenden unter:

Women for Justice e. V.

Sparkasse Hannover

IBAN: DE71 2505 0180 0910 4550 82

BIC: SPKHDE2HXXX

Verwendungszweck: 1tree4Sinjar + Name für die Widmung (für Spendenquittung + Adresse)

Musik von https://www.allesgemafrei.de/

Mai 2021

Ein Baum für Shingal - 1 tree 4 Sinjar: Pflanzungen an Çil Mêra

Videos vom Setzen der Obstbäume in Shingal im April 2021. Hier sind Bilder der Pflanzungen an Çil Mêra. Die Aktion läuft dauerhaft! Jährlich im März und im Oktober werden Obstbäume gepflanzt. Spenden unter:

Women for Justice e. V.

Sparkasse Hannover

IBAN: DE71 2505 0180 0910 4550 82

BIC: SPKHDE2HXXX

Verwendungszweck: 1tree4Sinjar + Name für die Widmung (für Spendenquittung + Adresse)

Musik von https://www.allesgemafrei.de/

April 2021

Gespräch mit dem Dänischen Parlament

Zwei unserer Mitglieder waren im April eingeladen im Ausschuss für Auswärtige Angelegenheiten des Dänischen Parlaments über die Situation in Shingal zu sprechen. Eine Stunde nahmen sich die Abgeordneten für den fruchtbaren Gespräch Zeit. Am Ende war das Interesse an der Fortführung des Austauschs groß.

April 2021

Pflanzung von Obstbäumen begonnen

In Shingal haben wir nun begonnen den zweiten Teil der Kampagne „Ein Baum für Shingal – 1 tree 4 Sinjar“ umzusetzen: Die Pflanzungen der Obstbäume. Sie sollen ca. eine Woche andauern.

Die Setzlinge werden vor allem in der Umgebung ezidischer Heiligtümer gepflanzt werden. So sind sie für die gesamte Bevölkerung zugänglich. Am zweiten Tag bspw. wurden sie rund um das Heiligtum von Şêşims angebaut (zweite Bildergalerie links).

März 2021

Vorsitzende spricht zum Ausschuss für auswärtige Angelegenheiten im Neuseeländischen Parlament

Im März war unsere erste Vorsitzende Dr. Leyla Ferman war eingeladen, in der Sitzung des Ausschusses für auswärtige Angelegenheiten, Verteidigung und Handel zu sprechen. Der Ausschuss des Neuseeländischen Parlaments nahm sich 10 Minuten Zeit, in denen das Anliegen der Ezid:innen vorgestellt werden konnte und Fragen von Ausschussmitgliedern beantworten können.

Dies ist ein wichtiger Schritt, um die internationale Staatengemeinschaft weiterhin zu informieren und zum Handeln zu bewegen. Nach diesem Austausch zur Lage in Shingal, bleibt vorerst die Absicht, sich wieder zu treffen.

März 2021

Kindergarten-Projekt in Serdeşt

Die Planungen für den Aufbau eines Kindergartens in Serdeşt schreiten voran und nehmen immer konkretere Formen an. Verschiedene Orte stehen zur Diskussion und wir sind in regem Austausch mit allen beteiligten Partner:innen.

Serdeşt ist ein Ort im Shingal-Gebirge. In dieser Region leben viele Überlebende in einem großen Zeltlager. Sie können noch immer nicht in ihre Dörfer zurückkehren, da der Wiederaufbau durch fehlende Unterstützung an vielen Orten nicht stattfinden kann. Deshalb scheint besonders an diesem Ort die Einrichtung eines Kindergartens wichtig zu sein. Er soll Betreuungsplätze für bis zu 70 Kinder bieten.

März 2021

Austausch mit Bundestagsabgeordneten Ottmar von Holtz

Im März tauschten sich einige unserer Mitglieder von Women for Justice e. V. mit dem Bundestagsabgeordneten Ottmar von Holtz (Grüne) aus. Bei diesem ersten Kennenlernen ging es um den Dialog zur Situation in Shingal sowie zu unseren verschiedenen Projekten.

März 2021

Mitarbeiterin in Shingal stellt sich vor

Seit diesem Monat haben wir eine neue und somit unsere erste fest angestellt Mitarbeiterin in Shingal. Necad Hecî Îdo ist 21 Jahre alt und Studentin aus Xanasor. Necad hat Erfahrungen in der Pressearbeit. Sie wird neben den zahlreichen ehrenamtlichen Mitgliedern unsere und die Projekte von Aktion Hoffnungsschimmer e. V. begleiten und mitkoordinieren.

Februar 2021

Ein Baum für Shingal: 2.000 Eichen in Şîlo gepflanzt

Der erste Teil der Kampagne „Ein Baum für Shingal – 1 tree 4 Sinjar“ ist nun umgesetzt: Im Gebiet Şîlo, zwischen Serdeşt und Barê legten insgesamt 100 Frauen 4 Tage lang Eicheln in den Boden. Nachdem die von Aktion Hoffnungsschimmer e. V. finanziell unterstützten Pflanzungen aufgrund der Fröste erst verspätet begonnen werden konnten, werden nun 2.000 Eichenbäume in dem Gebiet wachsen.

Mitglieder von Women for Justice e. V. und unsere Partnerinnen von Ezidi Woman Support League hatten die Eicheln bereits Ende 2020 mit einer Gruppe Frauen eigenhändig eingesammelt, sie stammen aus der Region. Über die Monate konnten sie dann keimen und wurden nun in die Erde gelegt. Eine Besonderheit dieser Eichen ist, dass sie an diesem Standort keine gesonderte Pflege benötigen, um zu gesunden, starken Bäumen heranzuwachsen. Auch aus diesem Grund wurde sich für diese Eichen entschieden: sie stehen als Symbol für das Selbstbewusstsein und das Leben der Eziden und vor allem der Ezidinnen, weil sie so stark sind und jegliche Witterung aushalten und trotzdem weiterleben und weiterwachsen.

In Kürze wird dann der zweite Teil der Kampagne „Ein Baum für Shingal – 1 tree 4 Sinjar“, die Pflanzungen der Obstbäume, beginnen und der erste Spendentransfer hat bereits stattgefunden. Für die Obstbäume haben wir seit November 2020 Spenden gesammelt, durch welche sie nachhaltig finanziert werden: Es wurde damit begonnen Setzlinge auszuwählen und zu kaufen. Dieser zweite Teil wird unter professioneller Anleitung von Gärtnern aus der Region durchgeführt. Weil die Obstbäume viel mehr Pflege bedürfen und auch viel empfindlicher sind und daher auch eine Betreuung und Pflege über eine bestimmte Zeit brauchen. Die Gärtner vermitteln dieses Wissens an die Empfängerinnen. Die Durchführungen des gesamten zweiten Abschnitts der Kampagne soll in den kommenden Tagen in vollen Zügen beginnen. Da die Pflanzperiode je nach Baumart unterschiedlich ist und der Wissenstransfer nach und nach stattfinden wird, werden wir weiterhin Spenden für die Obstbäume sammeln: Ein Baum für Shingal = 20€

Februar 2021

Pflanzungen begonnen, Verlängerung der Kampagne und Presse Artikel „Ein Baum für Shingal – 1 tree 4 Sinjar“

Wir freuen uns, Ihnen und euch allen mitteilen zu können, dass Mitte Februar mit etwas Verspätung wegen der Fröste, die Pflanzung der Eichen im Shingal beginnen konnte. Anschließend werden die Obstbäume folgen.

Bisher wurden über 1100 Bäume gespendet – was für ein toller Erfolg! Wir danken allen Spender:innen von Herzen.

Aufgrund der Resonanz haben wir uns entschlossen, die Kampagne bis in den März zu verlängern. Dementsprechend stellt unser Mitglied Dagmar Humsi auf der Titelseite der aktuellen Ausgabe des „Markt“ die Kampagne vor.

Februar 2021

Gemeinsame Erklärung: Zivilgesellschaft unterstützt historischen Genozid-Änderungsantrag zum UK Trade Bill

Im Februar haben wir uns neben 19 anderen Organisationen der folgenden Erklärung angeschlossen:

Joint Statement: Civil Society Supports Historic Genocide Amendment to UK Trade Bill (8 February 2021)

Genocides and other mass atrocity crimes have claimed the lives of over 80 million victims globally since 1945. Today the very existence of the Rohingya in Myanmar and the Uyghur in China is threatened by ongoing violations including torture, rape and sexual violence, forced starvation, and the deprivation of liberty and dignity. We see the proposed Genocide Amendment to the Trade Bill (“the Genocide Amendment”) as a historic opportunity for the United Kingdom to demonstrate global leadership by considering trade and other consequences with governments and regimes that seek systemically to destroy whole communities from their populations. (…)

[vollständiges Statement]

Februar 2021

Internationale Konferenz:
Memory, law and rights (Erinnerung, Gesetz und Rechte)

Anlässlich des 70. Jahrestages des Inkrafttretens der Konvention der Vereinten Nationen zur Verhütung und Bestrafung des Völkermordes fand diese internationale Konferenz statt.

Unsere Vorsitzende Dr. Leyla Ferman hielt einen Vortrag zum Thema „Wie Genozid die Rolle der Frau in der Gesellschaft verändert. Der Fall der Ezid:innen aus Sinjar/Irak.“

Januar-Februar 2021

 

Wanderausstellung „ÜberLeben“ in Germersheim

Unsere Wanderausstellung „Über Leben. Ezidinnen nach dem Femizid 2014. Aufarbeitung – Gerechtigkeit – Menschenrechte“ wurde im Januar und Februar in Germersheim in einem Schaufenster in der Ludwigsstraße gezeigt. Die Ausstellung war bis zum 3. Februar zu sehen. Der Deutsche Frauenring Germersheim und das Zentrumsmanagement Germersheim organisierten vor Ort diese „pandemie-konforme“ Möglichkeit.

Januar 2021

Infoheft zu zerstörten Tempeln in Shingal

Nach ausführlichen Recherchen, Gesprächen und Besuchen von zerstörten Tempeln vor Ort ist nun das Heft „Aufbauende Erinnerungen. Ezid_innen und durch den Islamischen Staat zerstörte heilige Tempel in Shingal“ gedruckt worden. Das Heft ist auf Deutsch und Kurdisch erhältlich. Es kann einfach durch eine E-Mail bestellt werden.

Januar 2021

Austausch mit Ronya Othmann

Im Januar trafen sich Mitglieder von Women for Justice e. V. mit der Autorin und Journalistin Ronya Othmann. Sie ist Ezidin und schreibt über deutsche Außenpolitik im Nahen Osten, den Genozid an den Ezid:innen, Trauma, Flucht, Migration, kurdische Themen, queere Themen, Rassismus, Gewalt und Diskriminierung. Bei dem gemeinsamen Treffen haben wir uns gegenseitig kennengelernt, uns über Projekte ausgetauscht und uns vorgenommen, zukünftig in Kontakt zu bleiben.

Januar 2021

Offizieller Trailer des Vereins Women for Justice e. V.

Im Januar 2021 haben wir unseren offiziellen Vereinstrailer in Englisch und Deutsch veröffentlicht.

Ständige Aktivität

Überlebende Frauen treffen

Wir verstehen Begegnungen mit weiblichen Überlebenden als Grundlage all unserer Arbeit. Wir haben weibliche Überlebende aus Shingal sowohl als Einzelpersonen als auch in Gruppen getroffen. Neben der sozialen Betreuung und Rechtsberatung versuchen wir, Methoden zu finden, die es den Überlebenden ermöglichen, ihre eigenen Entscheidungen im Leben hier in Deutschland zu treffen.